Archive for März, 2008

10 SEO Fragen die ihr dem Kunden stellen solltet

Montag, März 17th, 2008

Ich bin zwar kein freischaffender SEO Künstler, trotzdem habe ich es mit “Kunden” zu tun, die gleichzeitig meine Kollegen sind. Da diese Product Manager wie die normalen Kunden oft keine Ahnung haben um was es sich bei SEO handelt bzw. worauf geachtet werden muss habe ich mir für meine Kollegen 10 Fragen zusammengeschrieben die sie mir beantworten sollen bevor ich auch nur einen Schritt in Richtung ihrers Projektes mache und mich mit der Suchmaschinenoptimierung der Seite befasse.

  1. Was sind die Ziele der Seite?
  2. Wie sieht das Businessmodel aus?
  3. Welche sind die 3 grössten Konkurrenten
  4. Wurde bisher SEO an der Seite vorgenommen?
  5. Für welche Keywords soll die Seite ranken?
  6. Gibt es eine PPC Kampagne? Wenn ja welche Keywords werden genutzt?
  7. Wer ist auf technischer Seite dafür zuständig bzw. gibt es ein CMS?
  8. Wieviele Seiten umfasst das Projekt?
  9. Welche anderen Online Marketing Methoden werden genutzt?
  10.  Bis wann werden die Vorschläge umgesetzt?

Bei manchen der Fragen ist nicht direkt ersichtlich was dahinter steckt und was ich damit bezwecken möchte. Meine Kollegen verstehen davon schon mal gar nichts und geben auch auf die Frage “Für welche Keywords soll die Seite ranken?” Antworten wie “ADSL, adsl, A dsl, A-DSL…”. Nun aber zur Erklärung der Fragen.

  1. Meist handelt es sich hierbei um Anmeldungen für den jeweiligen Service. Oft ist den Product Managern aber nicht wirklich bewusst was ihr eigentliches Ziel ist. Mit der Beantwortung der Frage versuche ich ihnen klar zu machen sich mal auf die Seite des Kunden zu begeben und die Webseite aus diesem Blickwinkel zu betrachten.
  2. Ähnlich wie bei Punkt 1 gibt es oft Probleme beim Verständnis des Business Models wodurch die Ziele niemals erreicht werden können.
  3. Für mich wichtig zu wissen was die Konkurrenz treibt und wie diese zu überholen ist bzw. auf Distanz zu halten ist. Linkbuilding ist oft nicht nötig da die Projekte grosse Medienaufmerksamkeit haben und tonnenweise Links “geschenkt” bekommen, aber neue Features und Funktionen der Konkurrenz können zu User Verlust führen.
  4. Meist ist dies nicht der Fall, aber es gibt Spezialisten die sich daran schon versucht haben. Meist wird alles rückgängig gemacht oder neu überarbeitet.
  5. Da meine Kollegen meist sehr aussergewöhnliche Keywordkombinationen vor Augen haben muss ich immer wieder dauraf hinweisen wieviele Leute nach diesen Begriffen suchen. Wenn ich ihnen die Zahlen für andere Keywords vorlege machen sie meist grosse Augen.
  6. Hier kommt es meist zum Desaster. Es gibt eine Agentur die häufig für uns PPC Kampagnen managed, aber keine Keyword Research gemacht hat und sich nicht um die Performance kümmert da es nicht ihr Geld ist. Stop der Kampagne, Keyword Research und die Kampagne wird Inhouse übernommen.
  7. Die Product Manager und ich denke auch häufig die Kunden haben wenig technisches Verständnis. Deshalb ist es wichtig für mich zu wissen wer diese Aufgaben der Implementierung übernimmt. Häufig muss dies durch die Entwicklerfirma erledigt werden, in manchen Fällen kann es unsere technische Abteilung übernehmen.
  8. Oft handelt es sich hierbei um eine gross Anzahl von Seiten die im Index sind, die alle überarbeitet werden müssen. Mit dieser Frage lässt sich ganz gut der Zeitaufwand für die Änderungen feststellen.
  9. Ebenfalls wichtig zu wissen ob man andere Marketingmethoden nicht auch für SEO nutzen kann.
  10. Hier platzt mir all zu oft der Kragen. Ich weiss SEO ist eine Frage der Zeit und mit viel Geduld verbunden. Doch wenn ich höre das die Änderungen in 3 bis 6 Monaten umgesetzt werden können hilft die grösste Geduld nichts. Meist schaff ich es dies auf 1 bis 2 Monate runterzudrücken, schneller gehts nicht. Hier bestehe ich immer darauf das dies nicht mein Problem ist sondern das des Product Managers, denn der Boss soll es auch ruhig wissen.

Ich hoffe ich konnte euch einen guten, übersichtlichen Einblick auf ein paar Wichtigkeiten im SEO Bereich geben. Falls ihr noch Fragen habt die ihr euren Kunden stellt schreibt mir einen Kommentar, ich bin für jede Erweiterung dankbar.

Linkbait ist käuflich

Montag, März 17th, 2008

Schonmal 30 gravierte iPod Nanos und 3 MacBook Air auf einem Tisch gesehen? Dann ist das der lebende Beweis für käufliche Linkbait.

Linkbait, ins deutsche übersetzt auch “Linkköder”, ist eine der erfolgreichsten Mittel Links zu generieren. Alles was für eine gelungene Linkbait braucht ist der Köder und dieser ist all zu oft Gewinne, Geld und Gadgets. Allerdings teicht hier nicht mehr ein iPhone oder eine PSP, sondern es sollte möglichst viele sein, man muss aus der Masse herausstechen und mit fast wahnsinnigen Gewinnen oder gelungenen Ideen auf sich aufmerksam machen.

Dies setzt natürlich eine erfolgreiche Seite voraus mit einer angemessenen Anzahl an Lesern und Besuchern die darauf aufmerksam werden und durch Word of Mouth (Mund zu Mund Propaganda) Marketing die Seite, die Gewinne und somit auch die Links veröffentlichen. Als erfolgreiches Tool zur Verbreitung derLinkbait eigenen sich nur all zu gut Social Media Plattformen wie yigg, digg etc. Hier machen solche Kracher nur all zu schnell die Runde, schaffen es auf die Startseite, ziehen hunderte, wenn nicht tausende, Besucher auf die Seite. Linkbait als Event und Social Media als Distributionstool scheinen immer mehr an Bedeutung zu gewinnen.

Ein gutes Beispiel für eine gute incentive Linkbait waren die beiden Blogitzeljagden, die von Hitflip ins Leben gerufen wurden. Hitflip hatte genug Medienpräsenz um eine solche Linkbait zu starten, Gewinne wie ein Nitendo Wii in der ersten Blogitzeljagd oder in der zweiten Ausgabe ein Fallschirmsprung, ein 27″ Monitor, ein Apple MacBook oder Telefone, Camcorder Formel 1 fahren etc sind Anreiz genug für die Blogosphere Links zu platzieren und für Aufsehen zu sorgen.

Wer also etwas Geld locker in der Tasche sitzen hat, einen bereits laufenden Blog und Links braucht sollte sich schleunigst eine gute Idee einfallen lassen um eine gute Linkbait zu kreieren. Hat man bereits einen sehr erfolgreichen Blog so kann man es auch ohne das nötige Kleingeld schaffen wie es damals beim Showmoney vs. John Chow “Wer sammelt mehr RSS Feed Leser” Wettbewerb war bei dem sich sponsoren darum gerissen haben einen Gewinn beizusteuern.

Also, Idee her und umsetzen, dann wird es was mit einer riesen Anzahl von Links.

SEO und Content - D vs. USA

Sonntag, März 16th, 2008

Ich lese viel über SEO und grösstenteils sind dies Blogs oder andere Seiten aus den USA. Was ich heute mal aufgreifen will ist die Qualität des Contents den man in den USA liest verglichen mit der deutschen Qualität. In Sachen Content gibt es dort himmelweite Unterschiede. Ist der Artikel in Deutschland oft schnell geschrieben und online gestellt sehen amerikanische Texte aus wie Diplomarbeiten. Über Tage wird dort recherchiert und Informationen gesammelt, eine Struktur erstellt und geschrieben.

Schaut man sich zum Beispiel mal die Beiträge an die es bei Sphinn.com auf die Startseite schaffen und vergleicht diese mit den Beiträgen zum Beispiel auf SEOigg so muss jeder eingestehen das der Content der bei Sphinn landet um einiges besser ist als das deutsche Gegenüber. Auf deutschen Seiten finden sich in den Top Beiträgen immer wieder Eintagsfliegen wie der Holländer der im Schlaf Geld verdient oder das Digg eine deutschsprachige Version herausbringen will. Dies sind für mich keine Neuigkeiten die ich im Internetmarketing Bereich sehen will, das sind Alltagsgeschichten.

Was mich auf Sphinn nervt sind die immer wieder erscheinenden “10 reasons”, “101’s” oder “How to’s”. Ich schreibe auch gerne solche Beiträge da sie komprimiert jedem wichtige Fakten geben, aber ich möchte damit keine SEOigg oder Yigg Startseite erreichen.
Doch Sphinn bietet von der Art des verlinkten Contents wesentlich bessere Qualität und auch Länge als deutsche, vergleichbare Seiten. Oft sind dies Beiträge die Authoritätsstatus erreichen da sie gut geschrieben sind und eine der ersten sind.

Ich wünsche mir in deutschen SEO Blogs eine ähnliche Qualität. Allerdings erfahre ich es an mir selbst oft das ich weder die Zeit noch die Geduld aufbringen kann, wirklich über 2 Tage zu recherchieren, zu schreiben, Korrektur zu lesen etc. Das gleicht nach einer Hausarbeit in der Schule oder eher Universität und da bin ich froh das ich raus bin. Wie auch immer werdet ihr von mir in Zukunft ein wenig ausführlichere und bessere Artikel zu lesen bekommen.

Namensänderung

Samstag, März 15th, 2008

Ich habe mich dazu entschieden meinem Blog einen neuen Namen zu geben, da ich die Domain SLVR.de für etwas anderes nutzen möchte bzw. verkaufen möchte. Deshalb ist die URL des Blogs ab heute www.seocial.de
Falls ihr Links gesetzt habt und gewillt seid diese zu ändern würde es mich natürlich freuen wenn ihr aus dem slvr ein seocial macht, ansonsten ändert sich nichts. Das Thema oder die Art des Blogs wird sich nicht ändern, lediglich der Name. Vielen Dank für euer Verständnis.

Edit: Nach kurzer Zeit war die 1. Seite in den SERPs vertreten, mittlerweile sind fast alledrin mit neuer URL.

Tracking und Analyse - elementar wichtig

Freitag, März 14th, 2008

“Win customers, not just visitors” ist eine der zahlreichen Überschriften von Google Analytics. Ich möchte mal ein wenig näher auf das Tracking und vor allen Dingen die Analyse von Webseiten eingehen, denn dies ist ein Punkt der häufig vernachlässigt wird, aber in meinen Augen elementar wichtig ist im Suchmaschinenmarketing. Wikipedia leitet seinen Artikel über Web Analytics mit folgenden Sätzen ein.

Web analytics is the study of the behaviour of website visitors. In a commercial context, web analytics especially refers to the use of data collected from a web site to determine which aspects of the website work towards the business objectives; for example, which landing pages encourage people to make a purchase.

Ich habe die in meinen Augen wichtigen Teile dieses Satzes (fast der komplette Satz) mal fett markiert und möchte darauf ein wenig näher eingehen, da ich mich derzeit intensiver mit dem Thema beschäftige und auch verschiedene Anbieter teste mit erstaunlichen Resultaten.

  • Study of the behaviour of website visitors

Viele unter uns nutzen Tracking und Analyse Tools wie zum Beispiel Google Analytics um Besucher, PIs etc zu tracken, um herauszufinden über welche Keywords diese kamen, wie lange sie auf der Seite waren, wieviele Seiten sie angeschaut haben etc. Doch das alles würde ich unter den Begriff Tracking fassen, der wichtigere Teil aber ist die Analyse dieser Daten.Was sagt es zum Beispiel aus wenn im Durchschnitt die Besucher 1,57 Seiten angesehen haben?
Es gibt einige Möglichkeiten diese relativ schlechte Zahl zu analysieren, bzw es gibt viele Anhaltspunkte die eine Rolle spielen könnten, dies jedoch kommt immer auf das Projekt an. Diese Punkte passen übrigens auch zur Bounce rate bzw Absprungrate.

  • Eine schlechte Webseitenstruktur (Navigation, interne Verlinkung) die dem User wenig Möglichkeiten gibt weiter auf der Seite zu lesen und mehr nützliche Informationen zu finden.
  • Ein schlechtes Design veranlasst Besucher häufig eine Seite wieder zu verlassen.
  • Wer schlechten Content liefert wird wenige Besucher dazu animieren können weitere Artikel zu lesen.

Diese 3 Punkte fasse ich mal als die Hauptgründe zusammen weshalb Besucher die Webseite häufig schnell verlassen.

  • Use of data collected

Analyse Tools wie zum Beispiel Google Analytics sammeln tonnenweise Daten die wir zur Optimierung der Webseite nutzen können. Nur nutzen wir diese auch? Ich könnte wetten das viele unter uns, ich schliesse mich da nicht aus, in unserem Dashboard den Besucherverlauf haben, “Site Usage” Daten, “Keywords”, “Traffic Sources” und auch eventuell “Content Overview” sprich die beliebtesten Inhalte haben, mehr aber nicht.

Doch wie sieht es aus mit den “Top Exit Pages”? Dies sind die Seiten wo die meisten Leute die Webseite wieder verlassen und vermutlich auch die Seiten in die die meiste Arbeit gesteckt werden muss und die es zu optimieren gilt. Nicht speziell für die SERPs, sondern eher um den User weiterhin auf der Webseite zu halten und zu einem konvertierendem Besucher zu machen. Eventuell versteckt sich auf diesen Seiten ein grober Fehler der behoben werden sollte damit der User weiter auf der Seite bleibt. Auch hier ist dies von der Seite abhängig.

Wie sieht es aus mit “Length of Visit”? Viele Besucher verlassen die Seite bereits nach unter 10 Sekunden wieder was darauf schliessen lässt das der Content nicht der Suchanfrage gerecht wird, sprich der Content sollte verbessert werden. Allerdings nicht nur der geschriebene Content, sondern auch die Art des Contents. Wenn es das Thema erlaubt kann ein Video sehr hilfreich sein. Denn wenn das Video interessant ist und 2 Minuten lang ist so ist der Besucher bereits 120 Sekunden auf der Seite ohne den Content gelesen zu haben. In meinem Post zur SEO Zukunft habe ich die Länge des Besuchs als einen wichtigen Faktor aufgeführt, da er viel über die Qualität des Contents aussagt.

Als ich mir meinen Analytics Account mal vorgenommen habe und dort wirklich jede Möglichkeit angeschaut und vor allen Dingen versucht habe alles zu verstehen war ich erstaunt welchen Umfang Analytics hat und was sich daraus alles schliessen lässt.

  • Which aspects of the website work towards the business objectives

Was ist das Ziel der Webseite? Anmeldung, Kauf, Ad view/click? Wer sich seine Ziele nicht vor Augen führt wird sie nicht erreichen. Der User sollte es so einfach wie möglich haben das Ziel der Webseite zu erfüllen. Ist eine Anmeldung das gewünschte Ziel, aber auf der Landing Page ist der Link zur Anmeldung mehrere Klicks entfernt oder der Besucher sieht keinen wirklich überzeugenden Grund sich anzumelden so wird er das Ziel nicht erfüllen. Daher sollte jeder Webseitenbetreiber seine Daten analysieren, um zu sehen wo in der Kette zwischen Eintreffen des Besuchers und Erfüllung des Ziels es scheitert. Nur so kann die Seite erfolgreicher gestaltet werden.

  • Which landing pages encourage people to make a purchase

Die Besucher treffen über diverse Landing Pages auf der Seite ein, da sie über verschiedene Suchanfragen in den SERPs klicken. Was sind also die Top Landing Pages und welche konvertieren besonders gut bzw besonders schlecht? Nimmt man sich die guten und auch die schlechten mal genauer vor und analysiert diese so werden einem häufig die Unterscheide recht schnell bewusst. Warum also gestaltet man seine schlechten Landing Pages nicht so wie die die gut konvertieren? Es geht also nicht nur darum die Top Landing Pages zu optimieren, sondern auch die schlechten zu verbessern und so mehr konvertierenden Traffic zu haben.

  • Zusammenfassung

Dieser Beitrag gibt keine 100%ig genauen Tipps was zu tun ist, das liegt daran das es wie schon gesagt immer auf die Seite ankommt, aber ich wollte einmal aufführen was alles möglich ist mit dem Tracking und vor allen Dingen der Analyse der gesammelten Daten. Derzeit teste ich das Analyse Tool von Indextools die wirklich einen sensationellen Job machen, besonders für Unternehmen die viel Wert auf die Daten und deren Analyse legen ist dieses Tool wesentlich hilfreicher, umfangreicher und besser als Google Analytics. Zusätzlich gibt es noch ein “Real Time Zugriffssquellen Tracking” was ich besonders interessant finde. Das Tool kostet in der günstigsten Version (E-Business) 39,95€ pro Monat beinhaltet aber nicht nur das Tools, sondern auch Beratung und sonstige Hilfe was bei Analytics sicher nicht gegeben wird.

Wie auch immer, ich hoffe ich konnte euch ein bisschen dazu anregen mal eure Statistiken ein wenig tiefer zu analysieren als lediglich Anzahl der Besucher und Top Keywords.

Hallo

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